Zusammenfassung der Prozessfakten
zur Unterstützung des Bittschreibens
für einen Haftprüfungserlass
(28 U.S.C. sec 2254)



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Am 12. Januar 1998 erhielt Debra Jean Milke einen Hinrichtungsaufschub und US Bezirksrichter Robert Broomfield wurde angewiesen, Debra's Fall zu übernehmen, Prozess Nr. PHX RGB 98-60. Gleichzeitig wurde eine Berufung beim US Bundesgericht eingereicht. Am 31. August 1998, reichte ihr Verteidiger, Anders V. Rosenquist Jr., ein Gesuch bei Richter Broomfield ein, das, gestützt auf die Verfügung "Habeas Corpus" (28 U.S.C. sec 2254), eine Haftaufhebung verlangt. Das Schreiben erfolgte gesetzeskonform zur Verfassung der USA und enthält eine Zusammenfassung des Falles, Entlastungsargumente, eine Schlussfolgerung und eine Mitteilungsbestätigung an die zuständigen offiziellen Stellen. Es folgt eine Zusammenfassung: :

EINLEITUNG

Das menschliche Leben ist unser wertvollster Besitz. Unsere natürlichen Instinkte lehren uns von Geburt an, Leben zu erhalten, indem wir uns und andere beschützen. Alle moralischen Grundwerte beziehen sich auf das Recht auf Leben und alle Gesetzesbücher dieser Welt versuchen dieses Recht zu schützen. Konfrontiert mit dem Thema "Todesstrafe" kann man sich die Sache einfach machen indem man rhetorisch die Frage stellt : Und was ist mit dem Opfer, für dessen gnadenlose Ermordung der Angeklagte schuldig gesprochen wurde ? Aber diese Annäherung an das Thema ist insofern falsch, als eine Regierung die sich auf eine moralische und zivilisierte Gesellschaft stützt, nicht ebenso gnadenlos handeln sollte wie der Angeklagte selbst. Wenn die ursprüngliche Mordtat vom Gesetz nicht gerechtfertigt werden kann, ist es ebenso ungesetzlich und unmenschlich, dieselbe Tat im Namen des Staates auszuüben. Was das ungesetzliche Morden durch einen Menschen vom legalen Morden durch den Staat unterscheidet, sind die gesetzlichen Schranken die bestehen zur Erhaltung der Rechte des Einzelnen und zum Schutz gegen die ungesetzliche Ausführung der Todesstrafe. Wenn man das Gesetz wirklich genau nimmt, dann machen wir uns als Gesellschaft genauso eines abscheulichen Verbrechens schuldig wie der Verurteilte. Es ist somit ziemlich augenscheinlich, dass der Gesetzesweg in einer zivilisierten Gesellschaft nicht dazu führen kann, einen Menschen hinzurichten, den man zuvor schuldig gesprochen hat, einen andern Menschen umgebracht zu haben.

Mercer v. Armentrout, 864 F.2d.1429,1431 (8th Cir.1988)

Bis zum heutigen Tage erfuhr Debra Milke während allen Phasen des Prozesses keine Gerechtigkeit, in der Form einer vollen und fairen Anhörung ihrer Darstellung des Falles. Während ihres Prozesses und dem Berufungsverfahren geschahen mehrere Unrechtmässigkeiten, ausgelöst durch das Fehlverhalten verschiedenster Schlüsselfiguren auf den Ebenen der Untersuchung, der Anklage, des Gerichts und der Verteidigung. Und da man sich krampfhaft bemühte, frühere Entscheidungen zu stützen, führte dies zu einer Vorverurteilung im nachfolgenden Berufungsprozess.

Bevor Detektiv Armando Saldate Debra Milke überhaupt getroffen oder mit ihr gesprochen hatte, war er davon überzeugt, dass sie in die Ermordung ihres Sohnes verwickelt war. Seine Voreile über Debra zu richten, veranlassten ihn, ihre persönlichen Rechte zu ignorieren, was eine genaue und zuverlässige Untersuchung verunmöglichte. Das "Geständnis" von Debra resultierte aus einer 30minütigen Befragung, welche ohne Zeugen, Tonband und Videotape erfolgte und von der auch kein unterschriebenes Protokoll vorliegt. Schlimmer noch, Detektiv Saldate zerstörte seine abschätzigen Notizen der Befragung. Es existieren keine Beweise für seine Behauptung, Debra hätte ein Geständnis abgelegt. Sie bestreitet hartnäckig und konsequent, je ein Geständnis abgelegt zu haben. Debra's Aussage unter diesen Bedingungen zu unterdrücken, stellt deshalb einen rechtlichen Fehler grössten Ausmasses dar.

Ohne einen weiteren Beweis der Debra mit dem Mord an ihrem Sohn in Verbindung gebracht hätte, bildete dieses illusorische Geständnis das Rückgrat und Fundament der Anklage gegen Debra. Aus Mangel an direkten Beweisen, wurde deshalb auch versucht, Debra's Charakter in Frage zu stellen. Armando Saldate's frühe Vorverurteilung von Debra hatte Auswirkungen auf die gesamten nachfolgenden Verhandlungen. So war es möglich, dass ein einzelner Polizeibeamter ein unglaublichen Einfluss auf den Verlauf dieses Falles ausübte.
Zusätzlich war der Druck diesen Fall "gewinnen" zu müssen enorm. Das Hauptanliegen eines Anklägers müsste sein, der Gerechtigkeit zum Durchbruch zu verhelfen, aber in Fällen wie diesem ist die Versuchung gross, diese Priorität zu opfern, nur um dem "Sieg" davon zu tragen. Er verdrehte wiederholt frühere Aussagen, unterlegte sie mit versteckten Anspielungen und ergoss sich in rhetorischem Gehabe und unsauberen Argumenten, um ein Verurteilung zur Todesstrafe zu erreichen.

Die Urteilssprüche des Gerichts in diesem Falle, offenbaren eindeutig das Vorhandensein unbegründeter Vorurteile gegenüber Debra. Das Gericht unterliess es, Debra's scheinbares Geständnis abzulehnen und hinderte den Verteidiger daran, kritische Zeugen zu vernehmen. Es präsentierte aber seinerseits einen hinterhältigen Belastungszeugen, bestellte eine Jury deren Ferienpläne den Prozess beeinträchtigten und erlaubte das Verfahren möglichst rasch und ohne weitere Anhörungen zu Ende zu bringen. Diese Verfahrensfehler des Gerichts hatten zur folge, dass Debra das ihr nach der Verfassung zustehenden Recht einer gründlichen Verteidigung verweigert wurde. Ebenso eine faire Gegenüberstellung mit den Belastungszeugen vor einem unvoreingenommenen Richter und einer unabhängigen Jury.

Die Vorurteile der Gerichts gegenüber Debra zeigte sich auch im weiteren Vorgehen. Es ignorierte die offensichtlichen Vorurteile ihrer Person gegenüber, sowohl während als auch nach dem Prozess. Indem es alle Klagen von Debra abwies, verunmöglichte es ihrem Verteidiger weiter Fakten zu präsentieren.

Auf Grund des Verfahrensrechts hat das Gericht die Möglichkeit, Beweise gegenüber der Jury zuzulassen oder nicht. Dies Auslegung dieses Recht sollte möglichst grosszügig interpretiert werden, wenn soviel auf dem Spiel steht wie in diesem Fall und es sollten deshalb lieber mehr als weniger Beweise geprüft werden. Ein Zeuge urteilte über Debra's Charakter, welcher diese erst ein Jahr vor dem Verbrechen kennengelernt hatte, dafür wurden andere glaubwürdigere Zeugen nicht zugelassen. Eine Richterin ist so fehlbar wie andere Menschen auch und ihre Befangenheit im Verlauf dieses Prozesses ist offensichtlich.

Auch Verteidiger die nach bestem Wissen und Gewissen handeln, sind bloss Menschen und es können ihnen Fehler unterlaufen, die sich verheerend auf ein Prozess- oder Berufungsverfahren auswirken. In diesem Fall machte der Verteidiger den Fehler, Debra einer kritischen freiwilligen Anhörung auszusetzen. Er unterliess es sauber zu rechechieren und sie angemessen auf den Prozess vorzubereiten. Er unternahm keine Nachforschungen über kritische Zeugen und befragte diese auch nicht. Er machte verschiedentlich unangebrachte Einsprüche und unterliess dieselben, wenn sie nötig gewesen wären, wobei er insbesondere im Berufungsverfahren auf wichtige Fakten nicht eintrat. Weiter unterliess er es, Milderungsgründe zu Gunsten Debra's vorzubringen, die reichlich vorhanden waren. Kein Grund und keine Strategie entschuldigt solch entscheidende Fehler. Debra's Verteidiger nahm ihre Rechte beim direkten Berufungsverfahren nicht wahr. Er unterliess es, sie vor der freiwilligen Anhörung zu schützen und beeinträchtigte damit ihre Chancen.

Das sind nur einige der Entlastungsgründe, die eine Beachtung durch das Gericht verdient hätten. Andere Verfassungsfragen zu Debra's Verurteilung und Strafe sind ebenfalls im Gespräch. Der Beweis einer echten Schuld in diesem Fall ist mager. Es existiert kein physischer Beweis, der Debra mit dem Verbrechen verbindet, und ihre Verurteilung gründet auf einem fraglichen, nicht überprüfbarem Geständnis, davon beeinflussten Charakterzeugen, und der Polizei, die behauptet, das Verbrechen gelöst zu haben. In einer zivilisierten Gesellschaft in der der Staat dafür bezahlt wird, menschliches Leben auszulöschen, darf es nicht angehen, dass ein Urteil auf so dünnen Beweisen gründet.



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ENTLASTUNGSARGUMENTE.



I.  Das Vorgehen von Armando Saldate, Polizeibeamter von Phoenix, ging zu weit und beraubte Debra Milke ihrer Verfassungsrechtes gegen Selbstbelastung und eines angemessenen fairen Prozesses und führte zu einem Urteil, dass gegen den 5., 6. 8. und 14. Zusatzartikel der Amerikanischen Verfassung verstösst.
A. Die Verhörmethoden, durchgeführt von Detektiv Armando Saldate, stellen eine unglaubwürdige Befragung dar, und verletzten Debra Milke's Recht auf einen angemessenen Prozess.
1. Detektiv Saldate hat einen Hang dazu, mental verletzte und beeinträchtigte Verdächtige zu verhören.
2. Detektiv Saldate hat seine äusserste Respektlosigkeit bewiesen, im Fall MIRANDA gegen ARIZONA
3. Detektiv Saldate hat eine Vorgeschichte, was das Belügen einer Jury betrifft, mit dem Ziel eine Anklage zu sichern.
4. Detektiv Saldate hat eine Vorgeschichte über korrupte und missbräuchliche Gegenüberstellungen.
5. Detektiv Saldate wurde schon früher mehrmals beschuldigt, Geständnisse angefertigt zu haben.
6. Es ist bewiesen, dass Detektiv Saldate das angebliche Geständnis von Debra Milke produziert hat.
7. Schlussfolgerung.
B. Detektiv Saldate's Verhörmethoden führten zu voreingenommenen Zeugen gegenüber Debbie Milke und verweigerten ihr das Recht auf einen fairen Prozess.


II.  VERSCHIEDENE VERFAHRENSFEHLER AUF SEITEN DER ANKLAGE VERHINDERTEN EINEN ANGEMESSENEN FAIREN PROZESS UND FÜHRTEN ZU EINEM URTEIL, DASS GEGEN 5., 6. 8. UND 14. ZUSATZARTIKEL DER AMERIKANISCHEN VERFASSUNG VERSTÖSST.
A. Die Anklage machte nachweislich Fehler, die Debra Milke ihres Verfassungsrechtes beraubten, auf einen angemessenen und fairen Prozess.
1. Die späte Ankündigung des Staates die Todesstrafe zu beantragen, wirkte sich nachteilig für Debra aus.
2. Der Ankläger überging mehrfach wichtige Fakten, auf eine Art und Weise, welche Debra in ihren Anstrengungen hinderte, sich zu verteidigen.
3. Der Ankläger unterliess es, Debra angemessen und pünktlich über seine Absicht zu unterrichten, Dorothy Markwell in den Zeugenstand zu rufen, was Debra daran hinderte, sich darauf vorzubereiten.
B. Der Ankläger stellte mehrfach frühere Aussagen falsch dar und ergoss sich in unsauberen polemischen Fragen und Argumenten, was Debra Milke ihres Verfassungsrechtes auf einen fairen Prozess beraubte.


III.  DIE FEHLER DES GERICHTS IN DER PROZESSFÜHRUNG UND DER STRAFZUWEISUNG IN DEBRA MILKES FALL, VERSTÖSST GEGEN IHR RECHT AUF EINEN ANGEMESSENEN FAIREN PROZESSES UND FÜHRTE ZU EINEM URTEIL, DASS GEGEN DEN 5., 6. 8. UND 14. ZUSATZARTIKEL DER AMERIKANISCHEN VERFASSUNG VERSTÖSST.
A. Das Gericht versagte, indem es die unsaubere und ungesetzliche Polizeibefragung zuliess.
B. Das Gericht versagte, indem es nicht zuliess, den Verhörbeamten einer ausführlichen Befragung zu unterziehen.
C. Das Gericht versagte, indem es dem Verteidiger nicht erlaubte, einen bereitstehenden Experten als Zeugen aufzurufen, für die freiwillige Befragung.
D. Das Gericht verletzte Frau Milkes Recht sich zu verteidigen, indem es sie daran hinderte, verschiedene Entlastungszeugen anzurufen.
E. Das Gericht verweigerte Debra mehrfach den Zugriff auf Geldmittel, um sich eine angemessene Verteidigung leisten zu können.
F. Das Gericht erlaubte dem Ankläger mehrfach, unsaubere und vorverurteilende Fragen zu stellen.
G. Das Gericht versagte, indem es Beweise vom Hörsagen zuliess, die von Mitangeklagten stammen.
H. Das Gericht versagte, indem es die hinterhältige Aussage von Dorothy Markwell zuliess.
I. Das Gericht versagte, indem es Juroren bestellte, die den Prozess wegen ihrer Ferienpläne möglichst schnell zu ende bringen wollten. Gleichzeitig beschuldigte es den Verteidiger für angebliche Hinhaltungstaktiken".
J. Das Gericht versagte fälschlicherweise, was den potentiellen Juroren Moquino betraff.
K. Die Instruktion der Jury durch das Gericht bezüglich des Tatmotives waren falsch.
L. Das Gericht versagte, indem es Debra's Schmerz nicht strafmildernd berücksichtigte.


IV. DEBRAS ANWALT WAR SO UNEFFIZIENT IN IHRER VERTEIDIGUNG WÄHRED DES PROZESSES UND DER STRAFZUWEISUNG, DAS ES IHR RECHT AUF EINE RICHTIGE VERTEIDIGUNG VERLETZT, DASS IHR GEMÄSS DEM 6. ZUSATZARTIKEL DER AMERIKANISCHEN VERFASSUNG ZUSTEHT.
A. Die gesamten Nachforschungen in diesem Fall durch den Verteidiger waren so mangelhaft, dass Debra klar benachteiligt wurde durch seine schlechte Arbeit.
B. Die Untersuchung und Befragung des Hauptbelastungszeugen Armando Saldate durch den Verteidiger, war so schlecht, dass Debra äusserst benachteiligt wurde.
C. Der Verzicht des Anwalts, Debra's Recht wahrzunehmen und aufgrund der öffentlichen Vorverurteilung einen anderen Gerichtsstand zu wählen, zeugt ebenso von einer schlechten Verteidigungsarbeit.
D. Debra wurde ihres Rechts auf einen angemessenen Rechtsbeistand beraubt, als ihr Verteidiger einen Experten zuliess, dessen Qualifikationen und Auftritte eher unterdurchschnittlich waren.
E. Die Bemühungen der Verteidigung, Debra's Aussagen zu unterdrücken und die Art und Weise wie die freiwillige Anhörung erfolgte, einem kritischen Element ihrer Verteidigung, zeugen sowohl von unkompetenter als auch uneffizienter Arbeit.
F. Die Prozessführung durch Debra's Verteidigung war unterdurchschnittlich.
  1. Das Eröffnungs- und das Schlussplädoyer der Verteidigung waren mangelhaft.
  2. Die Verteidigung verzichtete darauf, im rechten Zeitpunkt zwingende Einsprüche anzumelden, was sich nachteilig für Debra auswirkte.
G. Die Verteidigung unterliess es, den Hauptmilderungsgrund in Debra's Fall zu präsentieren, obwohl dieser vorhanden war.


V.  DIE VERHÄNUNG DER TODESSTRAFE DURCH DAS GERICHT, VERLETZT GEMÄSS DEM 5. ZUSATZARTIKEL, DEBRA'S RECHT AUF EINEN ANGEMESSENEN PROZESS UND EBENSO DEN 8. ZUSATZARTIKEL, DER EINE GRAUSAME UND UNVERHÄLTNISMÄSSIGE BESTRAFUNG VERBIETET.
A. Das Gericht machte falsche Angaben über persönliche Daten des Opfers.
B.  Debra's Todesstrafe muss aufgehoben werden, weil das Gericht das Alter des Opfers fälschlicherweise als verschärfenden Faktoren sec. 13-703(F)(6) und sec. 13-703(F)(9) ansah.
C. Die Rechtssprechung betreffend der Todesstrafe in Arizona, verunmöglicht es, eine angemessene Hilfestellung während des Prozesses zu gewährleisten.
D. Die Todesstrafe ist eine grausame und unverhältnismässige Strafe.


VI. DEBRA MILKE'S TODESSTRAFE IST GRAUSAM UND UNVERHÄLTNISMÄSSIG.
A. Debra Milke'ss Todesstrafe ist völlig unverhältnismässig.
1.  Vergleicht man Debra Milke'ss Fall mit anderen Fällen, in denen Frauen wegen Mordes verurteilt wurden und nicht die Todesstrafe erhielten, so zeigt sich eine krasse Unverhältnismässigkeit.
2.  Vergleicht man Debra Milke's Fall mit Fällen anderer Frauen die zum Tode verurteilt wurden, so zeigt sich die schreiende Unverhältnismässigkeit ihrer Strafe.


VII. DEBRA MILKE WURDE IHRERS RECHTES, GEMÄSS ZUSATZARTIKEL 14 DER AMERIKANISCHEN VERFASSUNG, BERAUBT, DES RECHTES AUF GLEICHEN SCHUTZ DURCH DAS GESETZ. ES WURDE IHR IN EINEM HAUPTANKLAGEPROZESS DAS RECHT AUF BERÜCKSICHTIGUNG MILDERNDER UMSTÄNDE DURCH DIE GESCHWORENEN VERWEIGERT, OBWOHL DIESES RECHT IN WENIGER GRAVIERENDEN PROZESSEN GEWÄHRT WIRD.


VIII.  DEBRA MILKE WURDE DAS RECHT AUF EINE ANGEMESSENE VERTEIDIGUNG IM DIREKTEN BERUFUNGSVERFAHREN VERWEIGERT, WAS EINE VERLETZUNG DES 6. ZUSATZARTIKELS DER AMERIKANISCHEN VERFASSUNG DARSTELLT.


IX. DAS HÖCHSTE GERICHT ARIZONAS VERLETZTE DEBRA MILKES RECHT, GEM. DEM 5. ZUSATZARTIKEL, AUF EINEN ANGEMESSENEN PROZESS, INDEM ES DIE TODESSTRAFE VERHÄNGTE, OHNE EINE ANGEBRACHTE NACHPRÜFUNG DURCHZUFÜHREN.


X. DAS OBERSTE GERICHT VON ARIZONA BESTÄTIGTE DAS TODESURTEIL MIT DER BEGRÜNDUNG, DASS DIE SINNLOSE UND ENTSETZLICH GRAUENHAFTE TAT VON EINER BESONDEREN GOTTLOSIGKEIT UND VERDORBENHEIT ZEUGE. DAMIT VERSTIESS DER GERICHTSHOF GEGEN DEN 8. UND 14. ZUSATZARTIKEL, INDEM ER SICH AUF VERFASSUNGSRECHTLICH UNGENÜGENDE KONSTRUKTIONEN ABSTÜTZTE SOWIE AUF KÜNSTLICHE, VERSCHWOMMENE, DIE TAT VERSCHÄRFENDE BEGLEITUMSTÄNDE, DIE KEINE GESETZLICHE GRUNDLAGE HABEN.
A.  Die Feststellung des obersten Gerichts von Arizona, dass das Verbrechen von einer besonderen Gottlosigkeit und Verdorbenheit zeuge, indem es sich auf den sinnlosen und entsetzlich grauenhaften Tathergang bezieht, verlangt nach einer Wiedererwägung denn sowohl die eine als auch die andere Konstruktion verstösst gegen den 8. Zusatzartikel.
B.  Staaten die die Verhängung der Todesstrafe verbinden mit strafverschärfenden und strafmildernden Tatumständen, verstossen gegen den 8. Zusatzartikel, wenn sich diese Schlussfolgerung auf künstliche, verschwommene und die Tat verschärfende Begleitumstände stützt, die keine gesetzliche Grundlage haben.
C.  Die Abstützung des obersten Gerichts von Arizona in diesem Fall, auf die "Sinnlosigkeit" der Tat und Reduktionen wie die "Gottlosigkeit" und "Verdorbenheit" des Verbrechens, verstossen gegen den 8. und 14. Zusatzartikel.
D.  Das Gericht von Arizona hat keine verfassungsrechtliche Begründung nachgeliefert, was die Formulierung der "Sinnlosigkeit" betrifft.


XI. DIE ANHÄUFUNG VON FEHLERN IN DEBRA'S PROZESS UND BEI DER STRAFZUMESSUNG SOWIE IM BERUFUNGSVERFAHREN, VERLETZTEN IHRE VERFASSUNGSMÄSSIGEN RECHTE.
A. In Debra Milke's Fall, erreicht die Ansammlung von Fehlern und Ungereimtheiten, die während des Prozesses, der Strafzumessung und des Berufungsverfahrens geschahen, ein solches Ausmass, dass von einer absoluten Verweigerung grundsätzlicher Fairness gesprochen werden muss.

SCHLUSSFOLGERUNG

Die folgenden Punkte gehören zum Inhalt des Schlussfolgerungsteils dieses Antrages :

  1. BEWEISSTÜCKE DIE DIESEN ANTRAG STÜTZEN :  Debra unterbreitet zur Unterstützung dieses Antrages, zahlreiche Beweisstücke. Diese Beweisstücke werden hiermit beigelegt, als Teilstücke weiterer Klagen. Die Nachforschungen werden fortgesetzt und weitere Beweisstücke werden nachgeliefert, sobald man diese verwenden kann.
  2. RECHT ZUR ERGÄNZUNG :  Aufgrund der weitergehenden Nachforschungen in diesem Fall, ersucht Debra um das Recht, diesen Antrag später ergänzen zu können, gemäss Vorschrift 28 U.S.C. Fed R Civ. Pro., Rule 15(a).
  3. BEILAGE DER GERICHTSAKTEN : Debra legt hiermit sämtliche Gerichtsakten in diesem Falle bei, inklusive eine Abschrift der Vorverhandlung, der Hauptverhandlung und der Strafzumessung :

    Entbinden Sie sie, von ihrer verfassungswidrigen Haft und Freiheitsbeschränkung, von der verfassungswidrigen Verhängung der Todesstrafe und der Gefangenschaft. Gewähren Sie einen neuen Prozess oder eine Strafzumessung die sich mit der Verfassung vereinbaren lässt, gewähren Sie eine Anhörung, bei der die Behauptungen die diesem Antrag zu Grunde liegen, bewiesen werden könnten. Gewähren Sie Debra eine Aktenoffenlegung zur Unterstützung der Beschuldigungen in diesem Antrag. Weisen Sie in zukünftigen Verhandlungen gegen Debra, das von Detektiv Saldate konstruierte Geständnis ab. Gewähren Sie weitere Entlastungen dieser Art, wenn Sie es für angebracht halten.



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Monday, 03-Mar-2008 20:20:23 CST
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