Warum Debra Milke tatsächlich unschuldig ist



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Diese Webseite hat vielen Lesern gezeigt und bewiesen, dass Debra Milke, Arizonas einzige Frau in der Todeszelle, tatsächlich unschuldig ist [Anm.: diese Aussage bezieht sich vor allem auf den Englischen Teil der Webseite unter http://www.debbiemilke.com/en/ - Der webmaster]. Sie zeigt ebenso auf, dass die fehlerhaften und rücksichtslos Polizeiuntersuchungen darin gipfelten, einen Fall gegen die junge Frau zu kreieren, die ihren Prozess letztlich zu einem unglaublichem Justizirrtum machten. Bitte lesen Sie diese Zusammenfassung, die versucht, eine kurze aber inhaltsreiche Darstellung von Debra Milke's Fall zu bieten. Vor allem wird dieser Bericht sich aber einer wesentlichen Frage widmen: was beweist genau, dass Debra Milke tatsächlich unschuldig ist?



Debra
DEBRA in 1981

Wie die Analyse der ersten Ereignisse in Debra's Fall zeigt, wurde die junge Mutter lediglich von einem geistig zurückgebliebenen Bürger aus Phoenix, Arizona namens ROGER SCOTT hineingezogen. SCOTT - der mit Sicherheit wahre und einzige Täter des Verbrechens - gab letztendlich zu, etwas über die Ermordung des 4-jährigen CHRISTOPHER MILKE zu wissen, nachdem er 12 Stunden von der Polizei in Phoenix verhört worden war. SCOTT versuchte ursprünglich, alle Schuld auf seinen früheren Freund und Hochschul-Kumpanen JIM STYERS abzuwälzen, indem er über JIM behauptete, dass er "den kleinen Bastard nicht mehr länger ertragen könne". STYERS - ein Vietnam Veteran - hatte CHRISTOPHER MILKE am Vortag, den 2. Dezember 1989, im Metro Center als vermisst gemeldet. Er lebte mit seiner 2-jährigen Tochter WENDY in einem Apartment im Norden von Phoenix, als Debra JIM aufgrund eines unerfreulichen Zwischenfalls mit ihrem früheren Ehemann MARK Milke im Juli 1989 anrief. MARK, alkohol- und drogenabhängig, belästigte seine junge Ex-Frau und drohte ihr mehrmals sie umzubringen, wenn sie nicht die Besuchsrechte mit seinem Sohn ändere und ihm das gemeinsame Sorgerecht für CHRIS einräume. Debra lehnte dies ab. Aus diesem Grund wendete sie sich hilfesuchend an JIM, der ihr ein Zimmer zur Miete in seinem Apartment anbot, wofür Debra bezahlte. Tagsüber, während sie arbeitete, verdiente sich JIM ein zusätzliches Einkommen, indem er nicht nur auf seine Tochter, sondern auch auf den kleinen CHRISTOPHER aufpasste.

Nur ein- bis eineinhalb Stunden nach seiner ersten Aussage erweiterte SCOTT seine Anschuldigung indem er sagte, dass nicht nur er und STYERS für dieses Verbrechen verantwortlich wären, sondern dass die Mutter des Jungen angeblich wollte, dass CHRISTOPHER umgebracht werde. Offenbar war SCOTT klar geworden, wie sehr seine ursprüngliche Beschuldigung STYERS geschadet hatte. Deswegen versuchte er nun, JIM STYERS vor der weiteren Verantwortung zu bewahren. SCOTT machte diese angebliche, zusätzliche Belastung von Debra in einem Polizeiauto auf dem Weg zum Tatort. Der Ermittler, der mit SCOTT sprach - der ehemalige Phoenix Kriminalbeamte ARMANDO SALDATE - nachdem er erfuhr, dass eine junge und trauerbefallende Mutter in SCOTT'S Geschichte involviert war - entschied sich sofort und ordnete an, beide Personen, JIM STYERS und Debra Milke, festnehmen zu lassen. Aber erstaunlicherweise enthält der entsprechende Polizeibericht von SALDATE'S Kollegen, DET. ROBERT MILLS - der ebenfalls im Polizeiauto saß - nicht einmal eine Erwähnung dieser zusätzlichen Beschuldigung von SCOTT. Die Methoden die angewendet wurden um nun einen Fall zu erfinden und eine Grundlage für eine Anklage wegen Verschwörung aufzubauen, werden im Folgendem beschrieben.

Was nun folgte war Debra Milke's Pflichtverteidiger KENNETH RAY vollständig unbewusst als der Prozess begann. Nicht nur, dass drei Beamte aus Phoenix in Florence ankamen, wo sich Debra Milke bei ihrer Familie aufhielt. Laut Gerichtsaussage wurden diesen Beamten über Funk angewiesen nicht mit der jungen Frau zu sprechen, dass andere Vorkehrungen getroffen worden seien und dass DETECTIVE SALDATE aus Phoenix im Moment auf dem Weg nach Florence sei. Ihnen wurde gesagt darauf zu achten, dass Debra vor Ort auf den Kommissar wartet. Er war der einzige Beamte aus Phoenix, der in Florence mit einem Hubschrauber ankam und schließlich den Nebenraum des Pinal County Gefängnisgebäudes betrat, wo Debra Milke zusammen mit der sie begleitenden Bekannten JANET wartete. Als nächstes schickte SALDATE JANET aus dem Raum und schloss die Tür hinter sich. Er war nun mit Debra alleine. Es gibt unterschiedliche Aussagen über einige Details des nun folgenden Gespräches, aber beide Personen stimmen im Großen und Ganzen mit den Hauptthemen, die besprochen worden sind, überein. Unterdessen, draußen auf dem Korridor, wurde JANET von einem anderen Beamten befragt, der ihr schon zu diesem Zeitpunkt berichtete, dass Debra Milke "als eine der drei Personen, die in dem Tod von CHRISTOPHER verwickelt seien, angeklagt werden würde." Es war von vornherein klar, dass die junge Frau schuldig ist, noch bevor irgendein Beamter mit ihr gesprochen hatte. 35 Minuten später tauchte SALDATE aus dem Verhörzimmer auf und brachte Debra zu einem Polizeiauto. Sie hatte keine Handschellen an und sollte mit niemandem sprechen. Ein weiterer Beamter der kurz mit SALDATE sprach wurde von ihm darüber informiert, dass er die junge Frau wegen Mordes festgenommen habe. Allerdings enthält der Bericht des betreffenden Beamten keinerlei Erwähnung eines freiwilligen Geständnisses von Debra!

Zeitungsberichte die an den darauffolgenden Tagen veröffentlicht wurden, berichteten vom Verbrechen und der Verhaftung dreier Personen. In einem Artikel mit der Überschrift 'Mutter und zwei weitere wegen Mordes festgenommen' am 4. gab The Phoenix Gazette über Debra lediglich an, dass sie, 'Christophers' Mutter, Debbie, Alter unbekannt, zwischen 8 und 9 Uhr abends in Florence aufgegriffen wurde, wo sie am Sonntag Vormittag hingegangen war, um mit ihren Eltern zusammen zu sein.' Einen Tag später, am 5., berichtete The Mesa Tribune, ausführlicher über den Mord und gab Aussagen von STYERS' und Debra's Nachbarn wieder. Dieser gesamte Artikel erwähnt an keiner Stelle ein freiwilliges Geständnis, und eine Nachbarin, SUZANNE MURPHY, sagte in Hinblick auf Debra sogar: "Falls sie irgend etwas (mit dem Mord) zu tun hat ist sie die beste Schauspielerin der Welt." Dieser Artikel erwähnt auch, dass "wenig Informationen darüber herausgegeben wurden, was die Polizei dazu veranlasste, das Trio festzunehmen. ANDERSON sagte, dass Beweise auf ein eindeutiges Motiv hinweisen aber lehnte es ab, das Motiv zu enthüllen." Logischerweise, denn wie wir noch sehen werden, war der Fall gerade erst in der Erfindungsphase.

Drei Tage nach der Festnahme, am 6. Dezember 1989, schrieb SALDATE einen Polizeibericht, der Debra's angebliche Aussage in Erzählform beinhaltet. Dieser Bericht behauptet, das sie gewusst habe, dass STYERS CHRISTOPHER umbringen würde, als die beiden die Wohnung an jenem Sonnabend morgen verließen, und dass sie wollte, dass der kleine Junge ermordet würde. Sie habe Angst gehabt, dass er 'aufwächst und wie sein Vater wird'. Dieses Geständnis wurde niemals unterschrieben, von irgend jemandem bezeugt oder auf Tonband-Kassette aufgenommen. Tatsächlich widerspricht es den Aussagen von zwei Personen, STYERS' früherer Freundin GAIL LIPSHULZ und Nachbarn JOHN CIULLA, die übereinstimmend und unabhängig voneinander bestätigten, dass STYERS vorhatte, seine Tochter WENDY bei GAIL an diesem verhängnisvollen Sonnabend abzuholen. Diese Zusammenhänge widersprechen der Behauptung in SALDATE'S Bericht, dass 'JIM ihr erzählte, dass sie geplant hätten, es heute zu tun und er ROGER abholen würde'. Jedoch wurde das sogenannte 'Geständnis' (der Polizeibericht) als Beweismittel zur Gerichtsverhandlung zugelassen. Debra auf der anderen Seite widerspricht diesem Geständnis unentwegt und gibt seit 13 Jahre unverändert an, dass sie sich niemals zu irgend etwas bekannt habe und nichts mit dem Verbrechen zu tun hatte.

Am 8. Dezember 1989 beantragte der Bezirksstaatsanwalt NOEL LEVY die Anklage der drei Personen, ROGER SCOTT, JIM STYERS und Debra Milke. Sein einziger Zeuge: Der Polizeibeamte aus Phoenix, DETECTIVE ARMANDO SALDATE. Die 'Ping-Pong Rhetorik' die verwendet wurde, um eine Geschichte nachzuzeichnen und darzustellen enthüllt nicht nur die sorgfältig vorarrangierten Einzelheiten zwischen dem Ankläger und dem Polizisten, sondern - vergleicht man die Abschrift der Grand Jury-Anhörung mit den tatsächlichen Polizeiberichten - wie Fakten ausgeschmückt, übertrieben und, an manchen Stellen, schamlos erfunden wurden. SALDATE behauptete dass SCOTT 'andeutete, dass es nicht zu weit weg sein sollte, weil sie wollten, dass das Kind binnen 2-3 Tagen gefunden werden würde.' LEVY, hellwach und in Alarmbereitschaft, kam mit einer Rettungsaktion zu Hilfe und fragte 'Sie oder STYERS?', woraufhin SALDATE erwiderte "Styers wollte es - tut mir leid, das stimmt. Styers wollte, dass der Körper innerhalb von 2-3 Tagen gefunden wird, damit er die $5000 von der Lebensversicherungspolice kassieren kann." Erstaunlicherweise existiert jedoch ein Polizeibericht von DET. HOUSE, in dem eindeutig erklärt wird "Gestrüpp von Baumästen bedeckte das Flussbett bei 98 Fuß West. Dies machte die Einsicht in die Auswaschung schwierig." Und in MILLS' Bericht wird ebenfalls von "durch einiges Unterholz gehen" gesprochen, um an den toten Körper von CHRISTOPHER MILKE zu gelangen. Jeder der einmal am Tatort war wird bestätigen, dass der kleine Junge nur sehr schwer binnen weniger Tage hätte gefunden werden können, so wie der Leichnam von all den Bäumen und Sträuchern umgeben war. Aber letztendlich wurde die Anklage von den Juroren bewilligt.

Während der Gerichtsverhandlung - aber auch vorher und durch die Medien - behaupteten die verantwortlichen Behörden, dass Debra Milke die 'teuflische Strippenzieherin' hinter dem Verbrechen war, die ihren Mitbewohner JIM STYERS rücksichtslos manipuliert hatte, den kleinen Jungen umzubringen [übrigens, kriminalistische Auswertungen haben bewiesen, dass 98% aller Mütter, die sich den Tod ihres Babys wünschen, die Tötung selber vollziehen]. Die Ankläger führten aber genau diese Anschuldigung fort, wobei es allerdings keine Hinweise für diese Annahme gab. In seinem Schlussplädoyer argumentierte Staatsanwalt NOEL LEVY, dass JIM und CHRISTOPHER die Wohnung um 11.00 Uhr morgens verlassen hatten, ROGER SCOTT abholten und anschließend ein paar Besorgungen machten. Dann, um 12.13 Uhr mittags, nahmen die beiden Männer den Jungen mit zu einer Pizza-Restaurant, wo sie Pizza aßen. Dieses wurde von dem sensationslüsternen Ankläger als CHRIS 'letzte Mahlzeit' dargestellt. Danach - laut der Anklage des Staates Arizona - wurde CHRISTOPHER in die Wüste gebracht und umgebracht, wie angeblich zwischen den drei Personen vorher vereinbart. Richterin CHERYL K. HENDRIX - die eine schwere Rüge bezüglich eines vorherigen Vorfalles erhalten hatte, dass Ihr Verhalten "... im günstigsten Fall eine Reihe gedankenloser Taten einer Richterin die offensichtlich vergaß, welche Position sie inne hatte, sowie die Konsequenzen ihres Handelns" - zeigte offen ihre Voreingenommenheit gegen Debra Milke und derer Verteidigung, einschließlich Unterdrückung des Verhörs zu der Tatsache, dass SALDATE seine Wohnanschrift verfälscht hatte, um sich als Friedensrichter zur Wahl zu stellen.

Die Wahrheit - tatsächlich - sieht ganz anders aus. Bei der Gerichtsverhandlung sagte eine Kollegin von Debra [CARMEN SANTANA] aus, dass sie mit Debra um 9.00 Uhr an jenem Morgen am Telefon gesprochen hatte und dass JIM und CHRIS die Wohnung bereits verlassen hatten. Bei seiner eigenen Gerichtsverhandlung behauptete SCOTT, dass er von JIM um 10.30 Uhr morgens abgeholt worden war [wobei ROGER'S Apartment von JIM'S nicht mehr als 30 Autominuten entfernt war]. Zwei Anwohner, die zum Mord Angaben machen konnten [JEAN PUGH und CAROL GRIFFIN] sagten bei Debra's Gerichtsverhandlung aus, dass sie am 2. Dezember 1989 fünf bis sieben abgefeuerte Schüsse hörten und dass dies um ungefähr 11.00 Uhr geschehen war. Niemand hörte irgendwelche anderen Schüsse an diesem Wochenende. Zusätzlich verhörte KEN RAY noch einmal den Zeugen des Staates, DR. BOLDUC, und erlangte die Aussage des Gerichtsmediziners, dass er nicht in der Lage sei zu bestätigen, dass Pizza tatsächlich Bestandteil des Magen- und Darminhaltes von CHRISTOPHER war. Auch konnte nach 11.00 Uhr jenes 2. Dezember kein verlässlicher Zeuge bestätigen, dass CHRISTOPHER entweder im 'Walgreens' Laden oder bei 'Peter Piper Pizza' gesehen worden sei. Obendrein beinhaltet die Polizeiakte einen Bericht mit drei Zeugenaussagen, die eindeutig darstellen, dass ROGER SCOTT in direkter Umgebung seiner Wohnung zwischen 13.00 und 14.00 Uhr gesehen worden war. Dies bestätigt, dass der Mord nicht erfolgt sein konnte, nachdem JIM und ROGER Pizza gesessen hatten. Keine dieser Tatsachen wurden den Geschworenen jemals vorgetragen, noch waren sie dem Pflichtverteidiger KEN RAY bekannt.

Wenn nicht drei, sondern fünf bis sieben Schüsse abgefeuert worden sind, zeigt dieser Vorfall, dass es unlogisch ist anzunehmen, dass ein geplanter Mord stattgefunden hat. STYERS und SCOTT haben unabhängig voneinander zugegeben, dass CHRIS niemals im Metro Center gewesen war, und wenn man den Zeitablauf ihrer Bewegungen nachverfolgt erkennen man, dass STYERS mit SCOTT lediglich zu dem Zweck mitging, um nicht nur eine Ausrede gegenüber der Polizei zu erfinden, sondern auch für Debra, der er versprochen hatte, niemals Waffen in CHRIS' Gegenwart zu benutzen. Daneben besteht kein nachvollziehbares Motiv [und kein Indiz], warum JIM STYERS gewollte haben sollte, dass CHRIS getötet werde.

Im juristischen Bereich können wir das Schema deutlich erkennen, welches Debra schließlich in die Todeszelle brachte. Nicht nur, dass das sogenannte Geständnis, wie es von SALDATE getippt worden war eine reine Erfindung ist, sondern Ankläger NOEL LEVY unternahm jede erdenkbare Anstrengung, ihre Glaubwürdigkeit zu erschüttern und das Bild einer teuflischen, selbstsüchtigen Frau zu entwerfen. LEVY versuchte mehrere Male einen Tauschhandel mit ROGER SCOTT gegen Debra zu erzielen, doch SCOTT lehnte es ab, seine Beschuldigung gegen Debra bei deren Gerichtsverhandlung zu wiederholen. JIM STYERS erkläre wiederholt, dass Debra Milke tatsächlich unschuldig sei und nichts mit der Tötung zu tun gehabt hatte. Überraschungszeugen - durch die Medien und SALDATE vorinformiert und demzufolge bestens manipuliert - sagten bei Gericht über Debra's mißbräuchliches Wesen ihrem Sohn gegenüber aus. Doch diese Aussagen stehen größtenteils im Widerspruch zu den gerichtsmedizinischen Fakten, die der Staat Arizona selber hat feststellen lassen, anderen Aussagen von Medizinern und Leuten, die mit Debra kurz vor dieser Tragödie zu tun hatten. Diese Menschen sprachen von einer liebevollen Beziehung zwischen der jungen Mutter und ihrem Sohn. Debra Milke selber bot ein schwaches Bild auf dem Zeugenstand, doch es wurde den Geschworenen nie erklärt, dass sie unter dem Einfluss eines angsthemmenden Beruhigungsmittels namens 'Buspar' stand. Um ihr Gesicht nicht in der Öffentlichkeit zu verlieren half ihr dieses Medikament, ihre Haltung zu bewahren, aber ihre Persönlichkeit wirkte flach und ließ sie emotionslos erscheinen. Einleuchtend, denn die junge Frau war buchstäblich zu Tode verängstigt und konnte nicht verstehen, was mit ihr geschah. Ihr Verteidigungsteam berichtete später, dass Debra unkontrolliert zu weinen begann, sobald sie in den Aufenthaltsraum geführt worden war. Ebenso wurden die Geschworenen niemals unterrichtet, dass Debra einem Lügendetektortest unterzogen wurde, den sie bestand. Aber das Ergebnis dieses Tests - unternommen im Durango Jail - wurde wegen der Umgebung als ergebnislos gewertet.

Als die lokale Zeugin JEAN PUGH ihren ersten Telefonkontakt mit dem Pflichtverteidiger KEN RAY herstellte, teilte sie dem Verteidigungsanwalt Informationen mit, die niemals näher untersucht worden waren oder vollständig von MRS. PUGH preisgegeben worden sind, und daher bei Gericht nicht verwendet werden konnten um Debra zu entlasten. Während der Unterhaltung sagte sie, dass sie mehrere Telefonanrufe gemacht habe und fasste Ihre Erkenntnis im Bezug auf ROGER SCOTT zusammen: "Er ist derjenige, der ihnen all die Informationen und all den Klamauk von wegen Geld von ihr um das Kind zu töten erzählt, und dann gingen die beiden Männer los um zu töten, doch dass er nie aus dem Auto gestiegen sei." Und KEN RAY bestätigte, dass dies die Theorie der Staatsanwaltschaft sei. Doch sie fuhr fort: "Er hatte eigentlich gesagt, dass sieben Schüsse abgefeuert worden seien. Doch man konnte die Hülsen nicht finden, also sollte er seinen Mund halten und dass nur drei Schüsse gefallen seien, und das war die Geschichte die er erzählen sollte. Und nun rettet er seinen eigenen Hintern, indem er die anderen beiden mit hineinzieht." Natürlich war MR. RAY über diese Neuigkeiten offensichtlich schockiert und erkundigte sich "Ohne die Quellen preiszugeben, sind sie in irgend einer Art, ah, Regierungsbeamte?" woraufhin MRS. PUGH antwortete "Einer schon." Dieser schockierende Vorfall stimmt vollkommen mit all den erfundenen Fakten, Fabrikationen und Manipulationen überein, die verwendet wurden, um Debra Milke anzuklagen. Es bedeutet, dass Kräfte der Regierung wissentlich und beabsichtigt einen Fall gegen eine junge Frau erfunden haben, nur um den öffentlichen Schrei nach Vergeltung für den Tod eines 4-jährigen Jungen, CHRISTOPHER MILKE, zu befriedigen.

Alle Wiedersprüche und Zusammenhänge die oben beschrieben sind waren unbekannt und dem öffentlich bezahlten Pflichtverteidiger nicht aufgefallen, und daher überzeugte die Vorladung von MRS. PUGH und MRS. GRIFFFIN in letzter Minute die Geschworenen nicht. Dem Pflichtverteidiger stand nicht genügen Zeit zur Verfügung, seinem Verdacht nachzugehen und gründlich alle Unterlagen zu überprüfen. Darüber hinaus waren die Beratungen in Gefahr aus Zeitmangel fehlzuschlagen, und so führte der gesamte Prozess zu einer übereilten und schwachen Verteidigung. SALDATE, dem es nicht möglich war, seine handgeschriebenen Notizen, die er angeblich während des Verhörs von Debra angerfertig hatte, vorzulegen sagte während eines vorgerichtlichen Interviews am 26. Juni 1990 - also nur zweieinhalb Monate vor der Gerichtsverhandlung - "ich hab' das später nachgelesen und überprüfte es anhand meiner Notizen, und das ist genau das, was ich gesagt habe." Doch wer verteidigte die angebliche Zerstörung dieser handgeschriebener Notizen nachdem der Polizeibericht getippt worden war? NOEL LEVY! Tatsächlich waren die Geschichte und Details die diese Webseite erzählt nicht einmal im Entferntesten bekannt. In einem Telefoninterview von 1998 sagte der Geschworenen-Sprecher ERIC C. JOHNSON "Es schien einfach nicht richtig zu sein, dass eine Frau, die gerade ihr Baby hat töten lassen, ah, Briefe an ihn geschrieben hat, in denen sie fragt was los ist. Ahm, wir haben nicht geglaubt, dass das richtig sei, ah ... wissen Sie, es machte einfach keinen Sinn ..." Wohl wahr, es machte keinen Sinn angesichts der Behauptung, dass eine Verschwörung existierte. Debra Milke hat nie 'ihr Baby töten lassen'. Dieser Satz beweißt, dass die vorgerichtliche Manipulation sehr gut gewirkt hatte. Umgekehrt machte die Korrespondenz zwischen JIM STYERS und Debra kurz nach ihrer Verhaftung sehr viel Sinn, geht man davon aus dass keine Konspiration bestand. Die vorhandenen Briefe die auf dieser Webseite dargestellt werden beweisen genau das. Doch um Debra's Schwester SANDY zu manipulieren erzählte SALDATE ihr "Und in einem der Briefe - ich sag mal, möglicherweise - einem der Briefe, die wir nicht haben, sagt sie ihm ein paar Dinge wie (*unhörbar*) - wenn wir hier raus kommen - wenn ich hier raus komme, könnten wir zusammen sein (*unhörbar*)." Man stelle sich das mal vor! "Einem der Briefe, die wir nicht haben ..." Das bedeutet, dass SALDATE SANDY gegenüber andeutete, was Debra möglicherweise in einem Brief geschrieben habe, den die Polizei nicht hatte. Hervorragende Polizeiarbeit! Es ist ebenso komisch wie lächerlich. Zusätzlich hatte Debra bei ihrem Verteidigungsteam nachgefragt, als STYERS erster Brief bei ihr eintraf. Der Ermittler für die Verteidigung, KIRK FOWLER, bestätigte, dass man Debra ermutigt hatte, JIM zu antworten und zu versuchen herauszufinden, was geschehen war, als der Mord stattfand.

In einer der letzten Einschätzungen von SALDATE'S Berichten durch einen hoch angesehenen Kalifornischen Kriminalexperten war das Ergebnis dass "die Kombination aller dieser Risikofaktoren - das erzwungene Verhör, MR. SCOTT'S psychologischen Behinderungen und ein widersprochenes Geständnis, das weder dokumentiert oder unterschrieben oder bestätigt ist - erhärten die große Möglichkeit, dass ein Fehlurteil gefällt worden ist: die falsche Verurteilung einer tatsächlich unschuldigen Person, welche die Exekution erwartet."

Dennoch, manche Besucher dieser Internet-Präsenz möchten die Geschichte glauben, die man ihnen 1989/90 aufgetischt hat und gehen davon aus, dass Debra Milke wirklich die manipulative Strippenzieherin hinter dem tragischen Mord war. Diese Zweifler möchten wir zusätzlich informieren, dass eine Aussage eines Mitgefangenen von ROGER SCOTT im Maricopa County Jail existiert, in dem dieser Gefangene [ROBERT E. JOHNSON] dem Ermittler des Bezirksstaatsanwaltes TOM BUCKNER erzählte, dass ROGER SCOTT ihm gegenüber den tatsächlichen Mord gestanden hatte. Staatsanwalt NOEL LEVY hat die Aussagen von MR. JOHNSON niemals in Betracht gezogen und versteckte sein Wissen hierüber sorgsam. Reporter haben versucht den früheren Kommissar SALDATE über seine Rolle in Debra Milke's Fall zu interviewen, doch der arrogante Ex-Polizist lehrte jede Stellungnahme ab, beendete das Interview abrupt und warf das TV-Team aus seinem Haus. Was hat er zu verstecken? Eine der letzten Gerichtsanordnungen ergab dass SALDATE'S Personalakte nur aus vier (!) Blättern Papier bestand. Kaum das, was man von einem Beamten erwartet, der mehr als 21 Jahre im Dienst war. Doch die Personalakte enthielt eine Aktennotiz inklusive Tadel für vorgesetztes Belügen seines Vorgesetzten. Im Abschluss stellt der Verfasser fest: "( ... ) Ihr Bild von Ehrlichkeit, Kompetenz, und allgemeiner Zuverlässigkeit muss in Frage gestellt werden. Daher muss auch Ihr Wert für die Dienststelle in Frage gestellt werden." Staatsanwalt NOEL LEVY sandte nicht nur Debra Milke unschuldig in die Todeszelle, sondern nachweisbar auch RAY KRONE [durch DNA-Beweis entlastet], möglicherweise DAVID HEYDE und vermutlich auch JIM STYERS. Oder, wie uns ein früherer Berufungsrichter aus Arizona privat mitteilte: "NOEL LEVY, CHERY HENDRIX, ARMANDO SALDATE und KEN RAY alle an einem Fall ... oh Mann, schlimmer kann es kaum kommen."




Der nachfolgende Text wurde von der Webseite der Justizvollzugsbehörde von Arizona genommen, unter
http://www.adc.state.az.us/DeathRow/DRowM.htm#MILKE:

DEBRA JEAN MILKE
Geburtsdatum: 10. März 1964
Beklagte: weiss
Opfer: weiss

Am 2. Dezember 1989 erstattete James Lynn Styers eine Vermisstenanzeige und wies die Polizei drauf hin, dass der Sohn seiner Mitbewohnern, Christopher Milke (Alter 4) während des besuches im Metro Center Einkaufspassage verschwunden ist. Roger Mark Scott war mit Styers zusammen. Am 3. Dezember 1989 gab Scott während einer Polizeibefragung zu, dass er Styers am vorangegangenen Tag zu einem ausgetrockneten Flussbett im Bereich 99 Avenue und Jomax Road in der Wüste begleitet hatte, wo Styers schoss und Christopher Milke tötete. Styers stimmte zu, Scott $250 abzugeben, um einen Sozialhilfeantrag erwirken zu können. Styers glaubte, er würde etwas von Christopher's $5.000 Lebensversicherungspolice erhalten. Zum Abschluss der Befragung führte Scott die Polizei in die Wüstengegend, wo man Christopher Milke's Körper fand. Während einer Polizeibefragung räumte Debra Jean Milke, Christopher Milke's Mutter, ein, dass sie mit Styers konspiriert hatte, um ihren Sohn umbringen zu lassen. Sie erwähnte, dass es für ihren Sohn besser gewesen sein zu sterben, als aufzuwachsen wie sein Vater.

PROCEEDINGS
    Leitender Richter: Cheryl K. Hendrix
    Ankläger: Noel Levy
    Beginn der Gerichtsverhandlung: 7. Dezember 1990
    Urteil: 12. Oktober 1990
    Urteilsverkündung: 18. Januar 1991

Erschwerende Umstände
    Besonders widerlich/grausam/lasterhaft
    Alter des Opfers (4)

Entlastende Umstände
    Keine vorherigen Daten, vorherige Berufsanstellung
    Gutes Verhalten während des Gefängnisaufenthaltes

VERÖFFENTLICHTE MEINUNGEN
    Staat v. Milke, 177 Ariz. 118, 865 P.2d 779 (1993).




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Monday, 03-Mar-2008 20:18:38 CST


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