Uschi Glas :
"Debbie ist unschuldig"



Die Schauspielerin kämpft
um das Leben der 36-jährigen,
die in den USA zum
Tode verurteilt wurde



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Seit mehr als zehn Jahren wartet Debbie Milke auf den Tod. Tag für Tag denkt die 36-Jährige daran, wie sie ihre letzten Minuten erleben wird. Festgeschnallt auf einer Pritsche, fremde Menschen um sie herum, die ihr per Spritze ein tödliches Gift einflößen. Die Qualen, die die in Berlin geborene Frau derzeit im Staatsgefängnis von Perryville im US-Bundesstaat Arizona erleiden muss, bewegen auch eine prominente deutsche Schauspielerin. Uschi Glas kämpft dafür, dass das Todesurteil gegen Debbie Milke aufgehoben wird. Denn sie ist davon überzeugt, dass die junge Frau unschuldig ist.

"Es gibt doch nicht den geringsten Beweis dafür, dass sie den Auftrag für den Mord an ihrem Sohn Christopher gegeben hat", ist der Fernseh-Star erschüttert. "Ich habe mich lang mit dem Fall beschäftigt und glaube nun fest daran, daß Debbie Opfer eines Justizirrtums geworden ist." Die Zweifel an der Schuld der 36-Jährigen, die inzwischen die amerikanische Staatsbürgerschaft besitzt, sind in der Tat angebracht. Es gibt kein Geständnis und die Tonbandaufnahmen und Notizen von den Gesprächen des Ermittlers Armando Saldate mit Debbie Milke sind verschwunden. Dennoch soll die Frau sterben, weil sie angeblich ihren ebenfalls zum Tode verurteilten Bekannten Jim Styers und dessen Freund Roger Scott 1989 angestiftet haben soll, ihren vierjährigen Sohn Christopher in der Wüste von Arizona zu erschießen. In einem Brief aus dem Gefängnis schreibt Debbie Milke : "Im Namen Gottes, für meinen Sohn Christopher und meine Familie erkläre ich öffentlich, dass alle Vorwürfe gegen mich absolut falsch sind."



Uschi Glas
Uschi Glas

Uschi Glas, die vor zwei Jahren das erste Mal von dem Fall erfahren hat, geht das Schicksal der gebürtigen Zehlendorferin sehr nah. "Als ich gehört habe, unter welch menschenunwürdigen Bedingungen Debbie in dem Gefängnis leben muss, habe ich sofort meine Hilfe zugesagt. Wenn die junge Frau ihre Zelle verlassen darf, dann läuft sie in Ketten eine Stunde in der prallen Sonne. Es ist schrecklich", zeigt sich die Schauspielerin betroffen. Sie will jetzt versuchen, die Mutter der zum Tode verurteilten Frau, Renate Janka, bei ihrem Kampf zu unterstützen. Uschi Glas : "Ich habe bereits mit Elke Sommer gesprochen. Auch sie hat mir zugesagt, sich für Debbie einzusetzen. Sie hat gute Kontakte zu Prominenten in den USA, die dort auf den Fall aufmerksam machen können. Ich versuche derweil hier, die Öffentlichkeit für das Schicksal von Debbie zu sensibilisieren."

Inzwischen liegt der Fall Debbie beim Bundesrichter von Arizona, Robert C. Bloomfield. Er soll darüber entscheiden, ob das Verfahren gegen die 36-Jährige neu aufgerollt wird oder nicht. Die Aktion "Freiheit für Debbie Milke" unterstützen auch solch prominente Persönlichkeiten wie Ex-Bundespräsident Richard von Weizsäcker und der Schauspieler Götz George. Da der Kampf für Debbie Milke viel Geld kostet, wird um Spenden (Sparkasse Staufen, Konto 9 436 007, BLZ 68052328) gebeten. Der Fall Debbie steht im Internet unter www.debbiemilke.com.



Diese Seite wurde zuletzt bearbeitet :
Tuesday, 04-Mar-2008 05:17:39 MSK
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