![]() |
![]() Christopher Conan Milke |
![]() |
|
|
|
Debra Jean Milke's einziges 4-jähriges Kind, Christopher Conan Milke wurde am 2. Dezember 1989 kaltblütig ermordet und mit 3 Schüssen im Hinterkopf in der Wüste vor Phoenix/Arizona aufgefunden. Debra Jean Milke wurde am 3. Dezember 1989 nach einem ca. 35 Minuten dauernden Gespräch mit dem damaligen Polizei Ermittler Armando Saldate festgenommen. Ihr wurde vorgeworfen, den Mord an ihrem 4-jährigen Sohn in Auftrag gegeben zu haben. Zwischenzeitlich wurden die beiden Tatverdächtigen, Jim Styers und Roger Scott, von Polizeibeamten der Vermissten-Abteilung mehrere Male verhört. Die jeweiligen Verhöre zeigten immer wieder Ungereimtheiten auf, und jeder der beiden Männer bezichtigten sich gegenseitig, die Todesschüsse abgegeben zu haben. Jim Styers behauptet, daß sein langjähriger Freund Roger Scott auch ihn am Tatort bedroht habe. Jim Styers hat in keinem seiner Verhöre, bzw. während seiner eigenen Gerichtsverhandlung, Debbie in irgendeiner Form belastet, mit dem Mord etwas zu tun zu haben (dies tut er auch bis heute nicht). Roger Scott hat in seinen zahlreichen Verhören, die in unterschiedlichen Versionen resultierten, zunächst nur Jim Styers beschuldigt, die Tat begangen
zu haben. Nach fast 18 Stunden Verhör (unter Entzug von lebenswichtigen Medikamenten) legte er ein Geständnis ab, am Tatort gewesen zu sein und führte die Polizei zur Fundstelle. Erst auf dem Weg dorthin teilte er der Polizei mit, daß Styers ihm erzählt
hätte, sie habe den Mord in Auftrag gegeben.
Am 6. Dezember 1989 hat Armando Saldate einen Polizeibericht angefertigt, von dem Debbie wochenlang nichts wußte und den sie auch nie unterschrieben hat. Am 8. Dezember 1989 wurde die "Grand Jury" einberufen um zu entscheiden, ob dieser Fall aufgrund des Polizeiberichtes zum Prozeß gebracht werden sollte. Als einziger Zeuge wurde Armando Saldate gerufen und man entschied auf Mordprozeß gegen Debbie Milke. Für Debbie's Verteidigung wurde Pflichtverteidiger Kenneth Ray und ein damals vom Staat bezahlter Detektiv (Kirk Fowler) bestellt. Debbie's Verhandlung fand auf eigenen Wunsch als erste statt. Sie hat von Anfang an beteuert, daß sie an dem Mord nicht beteiligt war und nie ein Geständnis abgelegt habe. Sie wollte diesen Prozeß möglichst schnell hinter sich bringen und ist ferner freiwillig in den Zeugenstand getreten. Sie wurde von ihrem Verteidiger in unvorstellbarer Weise schlecht beraten. Während der Verhandlung hat Richterin Cheryl Hendrix den Polizeibericht als sog. "Geständnis" zugelassen, obwohl weder Verteidiger Ray noch Debbie bis zwei Monate vor der Verhandlung nicht darüber informiert wurden, daß sie so entscheiden würde. Staatsanwalt Noel Levy rief Debbie's Vater, Richard Sadeik, seine Frau, Maureen Sadeik, Debbie's Schwester Sandra Pickinpaugh, Debbie's Stiefschwester Karen Smith sowie Debbie's ehemalige Freundin, Dorothy Markwell als Zeugen der Anklage. Deren Aussagen, basierend auf taktisch abgezielte Fragestellungen, haben gravierend dazu beigetragen, daß die Geschworenen Debbie im Oktober 1990 für schuldig befunden haben. Im Januar 1991 hat Richterin Cheryl Hendrix das Strafmaß "Todesstrafe" festgesetzt.
Hören Sie sich einen Auszug eines Band-Interviews an, das Debbie im Gefängnis gab! ![]() Sandra und Debbie
| |||||||