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Debra hatte sich von ihrem drogenabhängigen Ehemann MARK MILKE getrennt, um ihren gemeinsamen Sohn CHRISTOPHER in einem besseren Umfeld aufwachsen zu sehen. Das Wohlergehen ihres Kindes hatte für sie absolute Priorität. Dennoch sollte die Trennung nicht bedeuten, daß MARK aus dem Leben seines Sohnes herausgerissen werden sollte. Trotz seiner Probleme liebte Debra ihren Mann MARK nach wie vor und es war wichtig für Debra, daß ihr gemeinsamer Sohn weiterhin eine gute Vater/Sohn-Beziehung aufrechterhalten könnten, allerdings mit der Auflage, daß MARK seine Drogenabhängigkeit aufgebe. Während der Scheidungsverhandlungen bestand Debra auf das Alleinerziehungsrecht und machte für die Besucherrechte des Vaters zur Bedingung, daß diese Besuche nur unter Aufsicht stattfinden. Sie musste zu diesen Maßnahmen greifen, um die Sicherheit und das Wohlergehen ihres kleinen Sohnes zu gewährleisten. Während der Trennungsphase unterstützte Debra ihren Mann, indem sie ihn bei den mehrmals pro Woche stattfindenden Gruppensitzungen für Suchtabhängige begleitete. Sie war volltags berufstätig um sich und ihr Kind zu versorgen. Bereits seit einigen Jahren war Debra bei verschiedenen Versicherungsgesellschaften angestellt; eine Tätigkeit, die ihr viel Freude bereitete. Die Wechsel der Arbeitgeber war darin begründet, beruflich weiterzukommen mit dem Ziel, einmal die Position als Versicherungsagentin zu erlangen. Bei ihrem letzten Arbeitgeber gab man ihr diese Chance. Während ihres gesamten Berufslebens waren die sozialen Leistungen für sie ebenso wichtig wie das Gehalt, vor allem eine gute Krankenversicherung für sie und ihr Kind. Zu diesem Zeitpunkt war der Abschluß einer Lebensversicherung für sie eher nebensächlich und sie hat auch nie eine solche Versicherung speziell abgeschlossen. Nach einmonatiger Probezeit wurde ihr soziales Leistungspaket zusätzlich mit einer minimalen Lebensversicherung für sie und ihr Kind aufgestockt. In der Wohnung, die sie mit JIM STYERS teilte, sah dieser ihr beim Ausfüllen der entsprechenden Formulare zu und stellte verschiedene Fragen, über die Debra oberflächlich mit ihm sprach. Hören Sie sich den Auszug eines Tonband-Interviews an daß Debra im Gefängnis gab! (in Englisch) Trotz aller Versprechungen seinen Lebenswandel zu ändern und Debra's Hilfe, kam MARK 1988 erneut ins Gefängnis - diesmal für mehrere Monate. Während dieser Zeit lebten Debra und CHRISTOPHER bei ihrer Schwiegermutter, ILSE MILKE. Obwohl MARK und Debra in Scheidungsverhandlungen standen, hatte sie immer ein sehr herzliches Verhältnis zu ihrer Schwiegermutter, und für CHRISTOPHER war zunächst einmal ein einigermaßen "normales" Familienleben gewährleistet. Nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis wollte MARK seinen Sohn besuchen, der seinen Vater seit sechs Monaten nicht gesehen hatte. Debra war bei den Besuchen stets dabei und hoffte inständig, daß MARK jetzt "sauber" bleiben würde. MARK musste regelmäßig einen Bewährungshelfer aufsuchen und eine Urinprobe hinterlassen. Einen Monat nach seiner Freilassung auf Bewährung rief MARK Debra verzweifelt an, um mit ihm zu seinem Bewährungshelfer zu fahren und die Urinprobe gegen ihre eigene zu vertauschen. Sie war entsetzt und lehnte dies strikt ab. Sie bot ihm jedoch an, selbst mit dem Bewährungshelfer zu sprechen und zu versuchen, daß MARK sich in eine Rehabilitationseinrichtung für Drogensüchtige begibt. Ansonsten drohte MARK eine langjährige Inhaftierung. In dieser Einrichtung war ein Familientag vorgesehen. Debra fuhr mit CHRISTOPHER jeden Samstag dorthin, damit er seinen "Daddy" sehen konnte. Im Mai 1989 wurde MARK aus dieser Einrichtung entlassen und lebte bei einem weiteren Bewährungsbeamten. In der Annahme, daß MARK sich endlich eines besseren besonnen hätte und nach Rücksprache mit diesem Beamten, ließ sie CHRISTOPHER ab und zu tagsüber bei seinem Vater. Diese Regelung verlief zunächst ohne Probleme, doch dann hörte sie eine Weile nichts mehr von MARK. Gegen Ende Juli 1989 wollte MARK wieder einmal seinen Sohn sehen. Debra ließ sich bestätigen, daß der Beamte bei dem Besuch zugegen sein und sie CHRISTOPHER um 18 Uhr abholen würde. Als sie an diesem Tag abends dort eintraf, fielen ihr die vielen Personen auf, die sich in dem Haus befanden und sie merkte sofort, daß MARK wieder mal "high" war. Sie war wütend, daß ihr Sohn dieser Szene ausgesetzt war. Ein entsetzlicher Streit führte dazu, daß MARK sie packte, würgte und ihr ihre Autoschlüssel wegnahm. Er drohte ihr, sie eines Tages umzubringen und ihr CHRISTOPHER wegzunehmen. In seinem Zustand beschimpfte er sie massiv, daß sie ihn in diese Rehabilitationseinrichtung geschickt hat und daß er ihre Fürsorge satt habe, er wolle nur seinen Sohn haben und er würde ihn auch bekommen. Der kleine CHRISTOPHER hat dieses Drama voll mitbekommen und näßte sich vor Angst, was seinen Vater noch mehr in Rage brachte. Es gelang Debra endlich sich und CHRISTOPHER zu befreien und wegzulaufen. In Panik, daß MARK ihr hinterherlaufen würde, versteckte sie sich mit CHRISTOPHER für einige Zeit hinter ein paar Mülltonnen. Es war mittlerweile sehr spät und sie wußte nicht wohin ohne ihr Auto. Da sie niemanden hatte, an den sie sich zu diesem Zeitpunkt wenden konnte, fiel ihr ein Freund ihrer Schwester, JIM STYERS, ein, von dem sie wußte, daß er oftmals Kinder von alleinerziehenden Müttern betreut hatte, wie auch seine eigene Tochter WENDY. CHRISTOPHER war so geschockt, daß er nur noch brüllte, er wolle seinen Vater nicht mehr sehen. Debbie kannte JIM STYERS als hilfreichen Menschen, der nicht trank, rauchte oder fluchte und regelmäßiger Kirchgänger war. Sie hat ihm vertraut. Als STYERS von ihrer Misere erfuhr, bot er ihr ein Zimmer in seiner Wohnung an. Sie hatte Angst zu ihrer Schwiegermutter zurückzugehen, da MARK sie dort finden könnte und nahm das Angebot von STYERS als vorübergehende Notlösung an. Es war eine rein zweckdienliche Angelegenheit und die Ausgaben wurden zu gleichen Teilen geteilt. Eine romantische Beziehung gab es nicht. STYERS kannte das Verhalten und die Probleme von MARK und somit fühlte sie sich dort zunächst einigermaßen sicher. MARK'S Tyrannisierungen ließen jedoch nicht nach. Es gab Telefon-Terror oder er hielt sich in der Nähe der Wohnung auf und bedrohte sie weiterhin damit, CHRISTOPHER zu entführen und sie umzubringen. Sie lebte in ständiger Angst, überhaupt zur Arbeit zu fahren. JIM war instruiert, daß er sofort die Polizei alarmieren sollte, falls MARK wieder vor der Wohnungstür stand. Zu diesem Zeitpunkt war Debra mehr als je zuvor entschlossen, berufsmäßig weiterzukommen und unabhängig zu werden. Sie mußte einen Weg finden, für sich und ihr Kind selbständig sorgen zu können. STYERS betreute tagsüber CHRISTOPHER und oftmals auch seine eigene kleine Tochter WENDY. Debra hatte keinen Anlass, sich für ihr eigenes Wohlergehen oder das ihres Sohnes Sorgen zu machen. Das einzige, was ihr auffiel, daß JIM nie in der Lage war, ihre Sorgen um die psychische Verfassung ihres Sohnes zu verstehen. Wie kann man einem Dreijährigen erklären, daß sein Vater, den er ja liebte, suchtkrank war? Trotz der letzten Ereignisse mit MARK, brachte Debra es nicht fertig, den Wunsch ihrer Schwiegermutter zu verweigern, CHRISTOPHER'S vierten Geburtstag mit ihm verbringen zu wollen. Als MARK das Kind zurückbrachte, sah Debra, daß er wiederum 'high' war. Das war für sie dann der sprichwörtliche "letzte Tropfen, der den Krug zerbrach". MARK'S Einwände, daß ein Besuchstag mit CHRISTOPHER und ein bißchen Kokain dem Kind nicht schaden würde, waren für Debra eindeutiges Zeichen, daß er sich nie ändern würde und es so nicht weitergehen könne. Sie bewirkte ein Besuchverbot, da sie es nicht mehr ertragen konnte, daß ihr Sohn diesem Umfeld ausgesetzt war. MARK erhob vor Gericht Einspruch, doch das Gericht entschied am 24. Oktober 1989 gegen MARK Milke. Die Bedrohungen seitens MARK nahmen wieder zu. Somit beschloß Debra, sich nach einer Wohnung und einer Kindertagesstätte in der Nähe ihres Arbeitgebers umzusehen. Debbie erzählte STYERS vorerst nichts von ihren Plänen, solange sie nicht sicher war, einen Mietvertrag abschliessen zu können. Am 24. November 1989 bekam sie die Zusicherung einer kleinen Wohnung in Tempe und wollte nach den Feiertagen umziehen. Sie teilte STYERS an diesem Tag ihren Entschluß mit, gab ihm aber Zeit, sich nach einem neuen Untermieter umzusehen. Acht Tage später, am 2. Dezember 1989, bekam CHRISTOPHER mit, daß STYERS Debra bat ihr Auto für eine Einkaufsfahrt zu einem nahegelegenen Einkaufszentrum benutzen zu dürfen. CHRISTOPHER bettelte mitfahren zu dürfen, um ein Bild mit dem Weihnachtsmann machen zu lassen. Debra fragte STYERS, ob er etwas dagegen hätte und dieser erwiderte, das wäre überhaupt kein Problem. CHRISTOPHER zog sich sein Lieblings-Outfit an und war schon ganz aufgeregt. Debra umarmte ihren Sohn und wünschte ihm viel Spaß. Anschliessend begann sie, die Wohnung aufzuräumen und zu säubern, sprach mit ein paar Freunden am Telefon, dann mit einigen Nachbarn, holte die Post ab und faltete die gewaschene Wäsche. Einige Stunden später bekam sie einen Anruf von Styers, daß CHRISTOPHER vermißt sei. Debra benachrichtigte sofort die Polizei und rief dann ihren Vater in Florence sowie ihre Schwester in Wyoming und Nachbarn und Freunde an. Ihre Schwester SANDY benachrichtigte die Mutter in der Schweiz. Die Polizei sowie Freunde und Nachbarn fuhren direkt zum Einfkaufszentrum mit Fotos von CHRISTOPHER, aber man fand ihn nicht. In dieser Wartephase wurde Debra regelrecht hysterisch. Einige Zeit später trafen dann ihre Stiefmutter und Stiefschwester in Phoenix ein. Beide sowie die Polizeibeamten versuchten Debra zu überreden nach Florence mitzufahren zu ihrem Vater. Sie hatte seit Stunden nicht geschlafen oder irgendetwas gegessen und war am Ende ihrer Kräfte. Debra wehrte sich zunächst entschieden, die Wohnung zu verlassen, da CHRISTOPHER seine Adresse und Telefonnummer kannte und möglicherweise anrufen könnte. Nach vielen Stunden Wartezeit ließ sie sich am nächsten Tag überreden und fuhr mit nach Florence zu ihrem Vater. Sie gab der Polizei die Telefonnummer und Adresse und wollte sofort informiert werden über den Ausgang der Suche nach CHRISTOPHER. Debra hatte keine Ahnung, was sich wirklich an diesem tragischen 2. Dezember 1989 zugetragen hatte oder warum. Persönliche Aufzeichnungen zeigen, daß sie einfach nicht glauben konnte, daß STYERS den Mord an ihrem Sohn geplant habe und vor allem, aus welchem Grund? Auf der Grundlage der Gerichtsverhandlung war es immer noch unklar, wer den Mord tatsächlich begangen hatte, doch wie diese Webseite [Anm.: Vor allem in der Englischen Version] an vielen Stellen gezeigt hat, deutet die eindeutige Beweismittellage drauf hin, dass JIM'S langjähriger Bekannter ROGER MARK SCOTT CHRISTOPHER getötet hat und dass der frühere Polizei-Kommissar aus Phoenix, ARMANDO SALDATE den Fall gegen alle drei Personen frei erfunden hat indem er behauptete, dass eine Verschwörung zu diesem Mord bestand. Nach dem Wissen ihrer früheren Anwälte und Ermittler zwischen den Jahren 1990 und 2001 musste sie schließlich annehmen, dass JAMES STYERS Pläne geschmiedet hatte, ihren Sohn CHRISTOPHER aus dem Weg zu räumen. In vertraulichen Gesprächen machte sie jedoch immer deutlich, dass es ihr schwer fiel, diese Theorie zu glauben. Ihr wurde gesagt, dass JIM es nicht alleine 'tun wollte' und daher Kontakt zu einem alten Freund aufnahm, ROGER SCOTT. Solange sie JIM vor dem Einzug in seine Wohnung gekannt hatte, hatte sie ihn niemals einen Freund namens ROGER erwähnen gehört. Erst in den Jahren seit 2000 hat eine gewissenhafte Neuuntersuchung ihrer gesamten Rechtsunterlagen den Betrug durch den früheren Polizei-Kommissar SALDATE und dem Bezirksstaatsanwalt NOEL LEVY aufgedeckt. Es wurde klar, dass SCOTT seinen eigenen Hals aus der Schlinge ziehen wollte, indem er seinen Kumpel JIM STYERS beschuldigte, die Hauptverantwortung auf ihn abwälzte indem er behauptete "Jim hat ihn umgebracht" [CHIRSTOPHER]. In dem entsprechenden Polizeibericht behauptete SALDATE, dass SCOTT als nächstes die Mutter des kleinen Jungen anklagte und sagte sie 'wollte, dass es passiert' und dass sie die Drahtziehern hinter dem Verbrechen war. Nach diesem bericht hat dieser Vorfall angeblich in einem Polizeiauto und auf dem Weg zum Tatort stattgefunden. Interessanterweise hat der andere Kommissar im Fahrzeug, DET. ROBERT MILLS, dieses Vorfall in seinem Bericht nicht erwähnt. Debra erinnert sich daran, wie ROGER ein paar Monate vor dieser Tragödie zur Wohnung kam und se ihm vorgestellt wurde. Sie kannte ihn überhaupt nicht und sprach bloß ein paar mal mit ihm, weil er meistens betrunken zu sein schien. Sie erinnerte sich auch daran, dass er wegen dem Lärm der spielenden Kinder nicht gerne zu JIM'S Wohnung kam und dass ihr Gebrüll ihm auf den Geist ging und er JIM fragte wie er sich mit so einem Blödsinn überhaupt abgeben könne. Sie entsannte sich auch dass ROGER sie nach Geld gefragt hatte, doch sie lehnte ab und erwiderte energisch "Was glaubst Du was ich bin? Eine Bank?" Sie sah ihn nie mehr wieder oder hörte von ihm, bis sein Name während des "Verhörs" mit SALDATE erwähnt wurde. JIM hielt ROGER fern von der Wohnung wenn Debra nach der Arbeit nach Haus kam. Aufgrund dessen, was ihr bis 2000 erzählt wurde, gab es die Vermutung dass JIM ROGER über ihre Anstellung mit einer Versicherungsagentur erzählt hat und dass sie ihnen Geld geben könne wenn man CHRISTOPHER aus dem Weg schaffe. Erst seitdem wurde im kleinsten Detail rekonstruiert, wie SALDATE'S Eile einen Vorteil aus dem Einschüchtern der jungen Frau zu ziehen, sie brutal mit dem Tot ihres Sohnes zu konfrontieren und dafür Sorge zu tragen, dass kein Zeuge anwesend sein würde schließlich darin gipfelte, ein 'Geständnis' zu fabrizieren, welches gegenüber keinem von SALDATE'S Kollegen erwähnt wurde als er aus dem Verhörraum hinauskam, bis Bezirksstaatsanwalt NOEL LEVY einbezogen wurde und bis die Schriftversion bekannt wurde. Unnötig zu erwähnen, dass dieses sogenannte 'Geständnis' nicht unterschrieben ist, nicht auf Band aufgezeichnet wurde und von niemandem bezeugt werden kann, jedoch wurde es bei der Gerichtsverhandlung als Beweismittel anerkannt und stellt tatsächlich das einzige [erfundene und vollständig fabrizierte] Beweismittel dar, dass Debra Milke mit dem Mord in Verbindung bringt. Debra wurde schließlich von einer 'Jury ihresgleichen' verurteilt [weitestgehend gutinformiert durch sensationslüsterne Medien] und durch einen Pflichtverteidiger vertreten, dessen substantielle Rolle es war, den Fall zu verlieren. Eingebettet zwischen SCOTT'S beschuldigendem Gestammel und dem behaupteten 'Geständnis' von Debra Milke wurde JIM STYERS zum Tode verurteilt. Als Mittäter wurde ROGER SCOTT ebenfalls verurteilt zu sterben. Debra, eine trauererfüllte Frau von 26 Jahren zum Zeitpunkt Ihrer Verurteilung, die gerade den größten Verlust ihres Lebens erleiden musste - den schrecklichen Mord ihres 4 Jahre alten Sohnes - wurde gleichfalls verurteilt zu sterben. |
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