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"Die Fahrt runter nach Florence zu den anderen ist mir nur bruchstückhaft in Erinnerung geblieben. Mein Kopf war leer, und ich weinte immer mal wieder. Ich kann mich erinnern, wie ich im Pick-Up saß, aus dem Fenster starrte wie benommen und zu Maureen sagte, ich wüßte Chris war bestimmt tot, er war schon zu lange spurlos weg. Welche Mutter in einer solchen Situation würde diese Angst nicht zum Ausdruck bringen ? Mir tut es tief in meiner Seele weh, daß sie später vor Gericht die Bedeutung dessen, was ich sagte, verdreht interpretiert hat. Als wir das Haus meines Vaters erreichten, kam meine Großmutter auf mich zu und nahm mich in ihre Arme. Ich heulte wie ein Schloßhund. Mein Dad zwang mich dazu, was zu essen, aber ich kriegte nichts hinunter. Maureen, seine Frau, gab mir eine Valiumtablette und sagte, ich müßte mich hinlegen. Ich bin praktisch sofort eingeschlafen, aber nach kurzer Zeit kam Karen (Tochter von Maureen) und weckte mich. So aus dem Schlaf gerissen, wußte ich nicht einmal wo ich war, was für ein Tag es war - gar nichts. Sie sagte, der Sheriff vom Ort wollte mit mir sprechen, und ich kann mich erinnern, daß ich abwehrte. Ich war noch so verwirrt, ich wußte gar nicht was vor sich ging. Irgendwie wurde ich endlich wach und habe mich so gut wie möglich versucht zusammen zu reissen. Der Sheriff von Florence stand in der Tür, und er sagte, Polizei sei auf dem Weg zu uns von der Hauptstadt Phoenix. Mir wurde gesagt, ich müßte zum Ortsgefängnis, um mit jemandem von der Polizei zu sprechen. Ich dachte, sie hätten Chris gefunden und würden ihn zu mir bringen. Ich fragte den Sheriff sofort, ob er etwas wüßte; er sagte "Nein." Jan, eine Freundin der Familie, fuhr mit mir in den Ort zum dortigen Gefängnis. Sie haben uns zu einem kleinen Sanitätsraum gebracht, wo wir uns hingesetzt und gewartet haben, was mir wie stundenlang vorkam. Ich konnte nicht verstehen, wieso die Polizisten aus Phoenix noch nicht da waren. Darauf konnte mir niemand eine Antwort geben, also saßen Jan und ich da und warteten und warteten. Schließlich kam ein großer, dicker Mann in Zivilbekleidung zu uns in den kleinen Raum, schickte Jan weg und schloß die Tür. Es waren nur er und ich in dem kleinen Raum." Saldate versuchte mich zu beruhigen indem er sagte, von dort aus könnte ich meinen Vater anrufen und man könnte dann an eine Haftkaution denken. |
![]() Debbie mit Christopher 1988 |
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"Man muß sich vorstellen, daß ich ein ganz normales Leben geführt habe; ich habe ehrlich gearbeitet und versucht, ein Leben für mich und mein Kind aufzubauen. Es gab einen vertrauten Menschen, den ich schon ein paar Jahre kannte - es war nur eine Freundschaft und er verhielt sich mir gegenüber auch immer anständig. Mal gingen wir alle auf eine Pizza miteinander weg, mal zusammen einkaufen, halt so alltägliche Dinge, die man mit jemandem im Freundeskreis macht. Eines Tages fragt dich dieser Bekannte, ob er dein Auto borgen kann, weil sein Wagen nicht in Ordnung ist, denn er will einkaufen gehen. Dein Kind will mit. Du denkst, es geht in Ordnung - das Kind kennt ihn ja, und du hast keinen Grund, dem Bekannten nicht zu trauen. Stunden später ruft er an und sagt, daß dein Kind entführt worden ist. Da bist du nur noch total aufgelöst und hysterisch - endlose Stunden vergehen. Du bist krank vor Angst und Schmerz, du kannst nicht schlafen, nicht essen, und du kriegst keinen vernünftigen Gedanken zusammen. Du bist auf bis lang in die Nacht hinein, versuchst so gut es geht der Polizei zu helfen, und du mußt immer wieder an das Schlimmste denken. Du stellst dir vor, dein Kind wird von einem Kinderschänder missbraucht, vielleicht mit Drogen vollgepumpt. Du erlebst so viele Gefühle auf einmal, und die ganze Zeit versuchst du natürlich der Polizei zu helfen. Körperlich und seelisch bist du nach 30 Stunden Wartezeit am Ende deiner Kräfte. Am nächsten Tag wirst du von der Polizei zum Gespräch geladen. Jetzt bist du sicher, sie haben dein Kind gefunden und die Polizei bringt euch zusammen." BEMERKUNG : Debbie hat im Laufe der Jahre mehreren (voneinander unabhängigen) Menschen das Geschehen schriftlich berichtet, wie es in dem Sanitätsraum zuging usw., ohne daß es irgendwelche Diskrepanzen in der Darstellung der Abläufe gab. Daher soll man die Geschichte in ihren eigenen Worten anhören. "Dieser Sanitätsraum war sehr klein. Da waren eine Untersuchungsliege, ein Schreibtisch und zwei Stühle, und eine Tür stand offen zu einem Nebenraum voll mit Lagermaterial. Es gab überhaupt keine Fenster. Ich saß auf einem Stuhl an der Wand gegenüber vom Eingang zum Lagerraum. In diesem Nebenraum konnte ich ein Telefon sehen und einen Handtuchbehälter. Die gesamte Zeit, als Jan und ich gewartet haben, redete sie mit mir. Ich war sehr aufgewühlt, natürlich auch ausgelaugt und erschöpft. Wir haben beide gedacht, die Polizei in Phoenix hat Chris gefunden und sie bringen ihn jetzt. Endlich kam dieser Mann in den Raum und schickte Jan raus, und dann machte er die Tür zu. Er wies sich aus als Detektiv Armando Saldate von der Polizei in Phoenix. Zuerst war er eine ganze Weile damit beschäftigt, es sich bequem zu machen - dabei rollte er seinen Stuhl vor mir hin und her, und die ganze Zeit über suchte er in seinen Taschen nach irgend etwas. Ich fragte ihn sofort, ob er mir etwas über Christopher sagen kann, aber er schaute mich gar nicht an. Dann zog er eine Visitenkarte aus einer Tasche, schaute auf seine Uhr, schrieb etwas auf einem Notizblock, schaute mich an und fragte, ob ich Debbie sei. Ich stutzte und sagte zurück, "Ja, natürlich." Dann leierte er in einem Stück herunter, "Wir haben Ihren Sohn, er wurde ermordet und Sie stehen unter Arrest." Ich bin ausgeflippt. Ich begann zu schreien "Was !? Was !?" und dann konnte ich nur noch total unkontrolliert heulen und hyperventilierte wahrscheinlich auch. Ich habe mich gefühlt wie ein Zombie, mein Gehirn funktionierte nicht mehr. Er begann, etwas von einer Visitenkarte herunter zu lesen. Ich verstand nicht, was er vorlas, begriff es gar nicht, weil ich voll im Schock war. Ich konnte seine Stimme hören, aber ich war so durcheinander, ich verstand nicht, was er mir da vorlas. Er fragte mich, ob ich meine Rechte verstanden hatte, und ich sagte, "Nein, ich bin in meinem ganzen Leben nie festgenommen worden, ich habe niemals ein Problem mit dem Gesetz gehabt." Er las mir also diese Miranda Rechte wieder vor und fragte noch einmal, ob ich verstanden hätte. Ich sagte, "Ja". Er fragte, ob ich wollte, daß das Gespräch auf Tonband aufgenommen wird. Ich sagte, "Nein, ich will einen Anwalt. Ich will meinen Vater anrufen, damit er einen Anwalt besorgt." Er reagierte gar nicht auf meine Bitte, und ich fragte wieder nach einem Anwalt. Er sagte, es sei zu spät am Abend, um einen Anwalt zu finden. Statt dessen schob er seinen Stuhl näher an mich heran, und ich, mit dem Rücken an der Wand, hatte keinen Platz auszuweichen. Sein Gesicht kam ganz nah an mein Gesicht. Er legte seine Hände auf meine Knie und sagte, "Ich bin hier, um die Wahrheit zu bekommen. Du kannst mir alles sagen, ich bin dein Freund". Ich sagte, daß ich das Telefon im Lagerraum benutzen wollte, um meinen Vater anzurufen, aber er versuchte immer wieder, meine Aufmerksamkeit von dem Telefon abzulenken. Er wiederholte mehrmals, "Ich bin hier, um die Wahrheit zu hören, du kannst es mir sagen." Ich konnte nicht aufhören zu heulen. Mein Gesicht tat überall weh, die Nase lief ununterbrochen. Ich wollte Papierhandtücher aus dem Nebenraum holen, aber er ließ das nicht zu. Am Ende mußte ich mir die Nase an meiner Jacke putzen, einem Sweatshirt mit Knöpfen, das ich über einem T-Shirt anhatte. Er würde böse und schrie mich an, "Ich bin nicht hier, um mir so etwas ansehen zu müssen. Du kannst mit dem Schauspiel aufhören, ich kenne doch schon die ganze Geschichte." Ich dann zurück: "Was für eine Geschichte ? Was erzählen Sie denn da ?" Ich habe ihn angeschrien und gesagt, daß das mit meinem Sohn gelogen ist, und wie könne er nur so einen makabren Scherz mit mir treiben. Er sagte, "Ich weiß alles über Jim, Roger, das Versicherungsgeld und deine Beteiligung." Ich war so schockiert und durcheinander, daß ich überhaupt nichts mehr verstand. In einem fort bezichtigte er mich irgendeiner Verschwörung mit Versicherungsgeld. Ich verstand nicht, was er meinte mit Jim und Roger. Was hatte Roger damit zu tun ? Was für Versicherungsgeld ? Und außerdem, Jim würde Chris nie was antun ! Mir blieben die Worte weg, und plötzlich kam mir ein Gespräch in den Sinn, das ich mit Chris gehabt eine Weile vorher hatte. In deinem Kopf siehst du dich und dein Kind miteinander sprechen, und mit der Erinnerung an dieses Gespräch mußt du einen Schrei los lassen, ein Schrei, weil es so weh tut. Der Detektiv fragt, was du da gerade denkst. Du sagst ihm, daß es vielleicht drei Wochen her sein könnte, da kam dein Kind von der Bibelstunde nach Hause und hatte ein Bildchen von Jesus mit Engelein um sich herum. Das Kind wollte wissen, wer Gott ist und wo Er wohnt. Du überlegst einen Moment lang, wie du das am besten einem kleinen Kind erklären kannst, damit es versteht. Du sagst ihm, daß Gott an einem Ort lebt, den wir Himmel nennen und daß er alle Menschen liebt, auch die kleinen Jungen und Mädchen. Er kann alles sehen, was jeder tut, und er ist immer bei dir. Er ist in deinem Herzen, und er ist gut zu allen Menschen. Dein Kind fragt, ob man Gott sehen kann, ob man Ihn irgendwo finden kann, und du sagst, "Nein". Du sagst dem Kind, erst wenn Menschen sterben, dann gehen sie in den Himmel, um bei dem lieben Gott zu sein. Dein Kind sagt, dann möchte er , dass Du mit ihm dorthin gehst um Gott zu sehen. Du mußt darüber lachen, legst die Arme um den Kleinen und sagst, er braucht sich keine Gedanken zu machen, er ist doch noch ein kleiner Junge und muß noch so viel wachsen. Du sagst, daß wir einen lieben Gott haben, und das Kind hat keine Angst mehr. Es hat noch Fragen, und du sagst, wir gehen alle einmal zu Gott in den Himmel, aber erst nach vielen, vielen Jahren. Dieses Gespräch hast du im Kopf, und während der ganzen "Vernehmung" mußt du immer daran denken, weil es nur ein paar Wochen her ist, daß du zu deinem Kind gesagt hast, es muß sich keine Sorgen um das Sterben machen, es hat doch noch so viele Jahre Leben vor sich. Plötzlich geht es dir auf, Dein Kind ist betrogen worden. Du beginnst wieder zu weinen und kannst nicht aufhören, weil du denkst, das Kind ist bestimmt bei den Eltern und dieser Polizist erzählt doch nur, daß es ermordet aufgefunden worden ist. Der Polizist schikaniert dich und sagt, du lügst. Ich begriff es einfach nicht, daß mein Sohn tot war und daß ich ihn nie wieder sehen würde. Er fuhr fort mit seinen Beschuldigungen auf übelste Weise, und ich begann ihn anzuschreien, "Hör zu ! Ich bin keine Verrückte. Ich bin nicht so ein Unmensch ! Ich bin überhaupt nicht fähig, das zu machen, was Sie mir ständig anlasten. Ich möchte wissen, was mit meinem Sohn passiert ist !" Ich sagte ihm auch, ich glaubte nicht im Leben dran, daß der Jim, den ich kannte, meinem Sohn jemals etwas antun könnte. Das war alles total unlogisch. Dann fragte er, ob ich verheiratet sei. Ich erklärte ihm, was in unserer Ehezeit vorgekommen war, daß wir geschieden waren, weil ich keine andere Möglichkeit gesehen hatte, um meinen Sohn vor diesem Umfeld zu schützen, auch daß ich wegen Mark's Vergangenheit um das alleinige Sorgerecht ersucht hatte sowie um Überwachung der Besuchszeiten beim Vater. Ich erwähnte an dieser Stelle, ich wollte nicht, daß mein Sohn eines Tages so ist wie sein Vater und drogenabhängig wird. Ich kann mich erinnern, daß ich da saß und auf den Fußboden gestarrt habe. In meinem Stuhl schaukelte ich hin und her, ich war wie erschlagen. Es war so eine Qual. Ich weiß noch, daß ich sagte, "Oh Gott, ich wollte doch nur für ihn sorgen !" Ich fühlte mich so leer, als ob in meinem Körper das Leben aufgehört hätte. Ich fühlte mich wie tot." Später erfuhr Debbie, daß Saldate noch einen Winkelzug fertig brachte. Alle Bemerkungen, die sie bei diesem Gespräch von sich gab, wurden aus dem Kontext gerissen und verdreht, um seine Version "stimmig" zu machen. Die Medien erhielten eine selektive Zusammenfassung der Ereignisse seitens der Polizei, deren Wirkung sich widerspiegelte bei den Massnahmen der staatsanwältlichen Behörden, den späteren Zeugen und den Geschworenen. "Saldate verließ den Raum kurz und redete mit anderen, dann informierte er mich, daß er mich nach Phoenix mitnehmen müßte. Bevor wir den Raum verließen, sagte er mir, ich sollte kein einziges Wort über irgendwas von mir geben. Er sagte mir, ich solle nicht nach einem Anwalt fragen und ich solle keine Fragen stellen, warum ich ins Gefängnis käme. Er sagte, er habe alles unter Kontrolle. Er begleitete mich aus dem Raum hinaus. Ich hatte keine Handschellen an. Ich kann mich nicht erinnern, wie viele Polizei-Einsatzkräfte ich draußen sah, aber es waren viele. Wir gingen zu einem polizeilichen Dienstwagen und stiegen hinten ein. Er flüsterte zu mir, ich solle still bleiben. Ich fragte ihn, ob er mich nach Phoenix bringt zu meinem Sohn; er erklärte wieder, Chris sei doch tot. Ich glaubte immer noch kein Wort davon. Er sagte ständig, er müßte mich ins Gefängnis bringen, weil es so ein schweres Verbrechen sei. Ich dachte, ich mußte ins Gefängnis, weil ich die Aufsichtspflicht verletzt hatte, da ich Chris in die Obhut eines anderen gegeben hatte und er daraufhin entführt worden war. Erst später hörte ich, daß Chris nie entführt worden ist. Jim hatte es nur zu mir gesagt, damit es aussieht, als ob ein Fremder ihn entführt und getötet hätte. Ich saß da und starrte in die Leere vor mir wie ein Zombie auf der ganzen Strecke von 100 km nach Phoenix zurück. Ich fühlte mich wie am Rande des Wahnsinns. Dann kamen wir an beim Polizeihauptrevier und Saldate führte mich hinein. Wir haben den Aufzug genommen zu seinem Büro hoch. Er fragte, ob ich ein Getränk aus dem Automaten haben wollte. Ich sagte, "Ja, und ich möchte mit meinem Vater sprechen." Das wurde wieder abgelehnt. Ich kann mich an die vielen Kameras und die starken Lichter erinnern. Ich war voll im Schock und verstand nichts von dem, was um mich herum geschah. Ich kann mich auch erinnern, daß er mich in seinem Büro herumführte und geprahlt hat über die Urkunden und Auszeichnungen an seiner Wand. Dann wurde es Zeit, ins Gefängnis zu gehen. Ich weiß noch, da kam ein Polizist mit Handschellen. Ich habe fast den Verstand verloren. Ich schrie, "Ich habe gar nichts verbrochen ! Ich habe nichts Falsches gemacht ! Bitte legen Sie mir diese Dinger nicht an. Wieso komme ich ins Gefängnis ?" Saldate versuchte mich zu beruhigen indem er sagte, von dort aus könnte ich meinen Vater anrufen und man könnte dann an eine Haftkaution denken. Danach setzt mein Gedächtnis aus. Ich habe keine Erinnerung daran, ob aus der Familie jemand bei mir war, und anscheinend hat auch niemand versucht, mich zu sehen (wie ich später gehört habe). Ich habe keine Kenntnis davon, wie viele Tage dort vergingen und auch nicht, daß ich in ein anderes Gefängis gebracht wurde, nach Durango. Ich kann mich nicht einmal daran erinnern, wann ich meinen Pflichtverteidiger das erste Mal gesehen habe. Ich war so traumatisiert, daß ich keinerlei Erinnerungen habe bis zu einem Zeitpunkt irgendwann in Januar 1990. Die ganze Zeit habe ich auch vollständig verdrängt, was mit meinem Sohn geschehen war. Ich kann mich erinnern, daß ich in der psychiatrischen Abteilung des Gefängnisses in Durango war, wo ein paar Psychiater regelmäßig zu mir kamen. Da litt ich unter schweren Depressionen, Schock und diesen stundenlangen Heulkrämpfen. Die ganze Zeit und bis in den Prozeß hinein bekam ich Medizin gegen die Depression. Die Ursache meiner Depression war nicht, daß ich eingesperrt war und die Freiheit verloren hatte, sondern weil ich den Verlust meines Sohnes - das einzige in meinem zerstörtem Leben - einfach nicht einordnen konnte. Später sagten die Leute zu mir, daß ich auch nicht mit meinem Pflichtverteidiger reden konnte, ohne in diese Depression zu fallen, wo ich über Stunden hinweg endlos weinen mußte. Ich weiß nicht, was für eine Wirkung die Medizin auf mich hatte, aber ich weiß, daß sie begannen mich darauf vorzubereiten, in den Prozeßsaal zu gehen und "cool" zu bleiben. Es war auch immer meine schlimmste Befürchtung, daß ich die "Kontrolle" verlieren könnte vor all den Leuten. Ich wurde so erzogen, auf Ältere zu hören, und wenn mich etwas störte, dann sollte ich das überwinden und nicht daran denken. Ich wollte nicht im Gerichtsaal die Fassung verlieren." |
![]() Debra's Mutter, Renate Janka |
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